Pelletstank am Königssee

Strahlender Sonnenschein, eindrucksvolles Alpenpanorama – der Nationalpark Berchtesgaden hat dem neuen Pelletstank von Haase einen standesgemäßen Empfang bereitet. Von Großröhrsdorf bei Dresden bis in den südlichen Zipfel Deutschlands hat der Tank eine echt romantische Reise zurückgelegt. Die letzte Etappe führte über den Königssee direkt zur Nationalpark-Infostelle St. Bartholomä – einem umgebauten ehemaligen Jägerhaus.

Mitten in der Natur sollte natürlich auch mit erneuerbarer Energie geheizt werden. Daher sorgt hier ab dem kommenden Winter eine Pelletheizung für wohlige Wärme. Gelagert werden die kleinen Presslinge in einem Erdtank aus hochwertigem GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff). Das Material zeichnet sich nicht nur durch absolute Korrosionsfreiheit, Formstabilität und Altersbeständigkeit aus: Es ist auch, für einen überfahrbaren Tank, vergleichsweise leicht. Selbst der am Königssee eingesetzte dreiwandige Tank hat ein Eigengewicht von nur 3,5 Tonnen. Das war ein wichtiges Argument für den Tank von Haase, denn sonst hätte der Transport per Schiff nicht realisiert werden können.
Haase nutzt die jahrzehntelange Erfahrung aus dem Erdtankbereich auch für Pellet-Lagerbehälter. Diese sind sowohl als begeh- wie befahrbare Variante jeweils in zwei Größen verfügbar, einmal mit 9,0 und einmal mit 14,4 Kubikmeter Nutzinhalt. Bei dem Projekt am Königssee kam das größere Modell zum Einsatz, mit dem etwa 9,3 Tonnen Pellets gelagert werden können. Auch bei hohem Grundwasserstand ist der Einbau der Tanks möglich, in einem solchen Fall wird mit geringem Aufwand eine Auftriebssicherung installiert.

Der Tank wird in einer fast vier Meter tiefen Grube versenkt. Das hat weitere Vorteile, die gerade für die Pelletlagerung wichtig sind: Dank des Erdeinbaus lässt sich eine frostsichere Lagerung sicherstellen, außerdem tragen die nur minimalen Temperaturschwankungen dazu bei, die Bildung von Kondenswasser im Behälter zu minimieren.

Die Pellets für die neue Heizungsanlage werden ebenfalls per Schiff über den Königssee transportiert, in Bigbags zu 800 bis 1.000 Kilo. Für die Qualitätssicherung der Pellets sorgt die Saugentnahme von oben mit dem sogenannten „Maulwurf“. Der Pelletvorrat wird bei dieser Entnahmeart nur wenig bewegt, das verhindert unnötigen Abrieb. Damit die Absaugsonde ihre Aufgabe kontinuierlich erfüllen kann und nicht umkippt, wird sie regelmäßig automatisch angehoben und wieder aufgesetzt. Dieses „Comfortmodul“ erhöht somit die Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit der Anlage.
Da der Pelletstank mit einem Mannloch ausgestattet ist, kann das Entnahmesystem jederzeit erreicht und bei Bedarf, beispielsweise zur Reinigung und Wartung, aus dem Tank entnommen werden. Bei der Anlage am Königssee erfolgt auch die Beschickung über dieses Mannloch: Per Schaufellader werden die Pellets einfach aus den Bigbags direkt in den Tank geschüttet. Dies ist dank der großen Öffnung des Mannlochs möglich, der Anschluss für ein Silofahrzeug war nicht zwingend notwendig.